Über mich

Als ich irgendwann um das Jahr 2003 das Schreiben für mich entdeckte, war mir nicht klar, welche Hassliebe ich damit befeuern würde. Damals schrieb ich vermehrt Prosa und Gedichte und versuchte so die Dinge, die mir passierten zu ergreifen – zu verarbeiten und auch ein Stück weit zu verstehen.

Denn wenn ich schreibe dann gebe ich dem Erlebten Raum – und oft eröffnet das vollkommen neue Richtungen und Sichtweisen. Als Kind war ich viel alleine und hatte selten jemanden zum Reden. Das Schreiben schenkte mir die Option, mich selbst mitzuteilen. Schon immer habe ich dann die eigenen Texte gelesen und mir vorgestellt, was diese bei einem Fremden auslösen könnten. Dieser abstrakte Blick auf meine eigene Sichtweise, das Geschehene und auch die Emotionen, die das Geschriebene bei mir auslöste, haben mich maßgeblich beeinflusst und aus mir einen reflektierten Menschen gemacht.

2011 habe ich dann das erste Mal unter „k1von3“ einen Blog eröffnet und habe mich regelrecht gezwungen, Content zu produzieren und mir die Pflicht abgenommen, alles dokumentieren zu müssen. Gedichte und Prosa sind zu einem großen Teil s.g. Stöckchen und Reviews gewichen – eben immer mit dem Ziel, andere Menschen zu erreichen.

Als 2012 dann meine Mutter nach langer Krankheit starb, hatte ich viele Jahre überhaupt keine anderen Themen mehr. Ich fand mich in einer Spirale aus Traurigkeit, Verlust und Sehnsucht wieder und brauchte sehr viel Zeit, das Erlebte zu verarbeiten. Diese Gefühle in Worte zu fassen hat mich in gewisser Hinsicht am Leben erhalten und ich bin froh durch meine Texte auch die einzelnen Phasen meiner Traurigkeit – und auch das Bergauf – heute nachempfinden zu dürfen.

2015 habe ich dann angefangen zu streamen und das Zusammenspiel von Gaming-Content, Unterhaltung und der Kontakt mit anderen, frischen Menschen haben das Schreiben immer seltener werden lassen. Wieder war das erfassen von Worten für mich mehr ein Ventil, das Erlebte zu verarbeiten und Dinge zu formulieren, die ich viel lieber in einem direkten Gespräch gesagt hätte – hierzu aber nie eine Chance erhalten habe.

2020 habe ich das Streamen wieder an einen Nagel gehangen, halte mir aber die Option offen, irgendwann und vor allem irgendwie einen Neustart zu wagen.

Momentan finde ich mich in einer Art Schaffenskrise wieder: ich möchte eine Menge, weiß aber nicht wie und verharre deswegen in dem Bekannten. Den Blog habe ich zur Begleitung einfach mal neu aufgesetzt – ohne Absicht etwas zu verdienen, jemanden zu erreichen oder aber zu interessieren. Einfach so. Nur für mich.

Wer mich dennoch liest und sieht, dem möchte ich danken.